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Das Problem ist noch nicht abschließend gelöst: Nicht zu Ende diskutiert ist, ob an Hand dieser Ergebnisse der ursprüngliche Zustand erhalten bleiben muß (und damit eine einmalige Innenausmalung verloren geht und die Nutzung der Kirche unmöglich wird), ob der Kirchenraum zur Schwärmzeit verschlossen und zur Überwinterungszeit geöffnet wird (was weitere Untersuchungen notwendig macht, aber eine Verringerung der Kotbelastung und eine langsame Gewöhnung an die Ersatzquartiere mit sich bringt) oder ob der Kirchenraum hermetisch abgeschlossen wird (was für die kirchliche Nutzung und dem Erhalt der Innenausstattung und der Malerei dient, die Fledermäuse jedoch zwingt, andere zum Teil extra errichtete Winterquartiere im Turmbereich der Kirche zu nutzen, was jedoch eventuell nicht bei allen Tieren gelingen wird). Versucht werden wird der mittlere Weg. Ergebnisse werden Sie an dieser Stelle im Jahr 2009 finden.
Öffentlickeitsarbeit während des Projektes und darüber hinaus: Das Projekt stießund stößt auf großes Interesse bei der einheimischen Bevölkerung und Besuchern der Kirche. Im einzelnen wurde und wird an Öffentlichkeitsarbeit geleistet: - Informationsveranstaltungen der Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit Restauratoren und Naturschützern (mehrere in kleinem Rahmen, zweimal mit fast 100 Teilnehmern aus der Region) - Berichterstattung in der regionalen Presse - Hinweise und Erläuterungen bei Kirchenführungen - Besichtigungen und Erklärungen in Gemeindekreisen mit allen Generationen - ausgelegte Informationen für Kirchenbesucher (Touristen) - Einrichten einer Internetseite (www.kirche-semlow.de) mit ausführlicher Information über das Projekt. - Aufnahme in Datenbank (Hornemann-Institut)
Fazit und Ausblick: Gezeigt wurde, daß die Schäden an der Innenausmalung der Kirche mit großem Aufwand aber zum Teil nicht gänzlich behoben werden können. Um eine weitere und erneute Schädigung von restaurierten Flächen zu verhindern, muß der Koteintrag der Fledermäuse in Kirchenschiff und -chor deutlich verringert werden. Die Artenvielfalt und Anzahl der Fledermäuse in der Semlower Kirche ist bedeutend und zeigt, wie wichtig das Gebäude für das Leben der Tiere ist. Allein die Untersuchungen, die Restaurierungen und die Schaffung von Ersatzquartieren haben noch nicht dazu geführt, daß Nutzung, Denkmalschutz und Naturschutz ein dauerhaftes verträgliches Miteinander in der Semlower Kirche haben, aber wohl die Voraussetzung dafür geschaffen. Daher wird in den folgenden zwei Jahren versucht, den Koteintrag im Kirchenschiff zu verringern und den Fledermäusen dennoch nicht die Winterquartiere im Kirchenschiff zu nehmen, sie aber langsam an die Quartiere im Turm zu gewöhnen. Dies soll durch einen Verschluss des Kirchenschiffes zur Schwärmzeit und ein Öffnen zur Winterzeit erreicht werden. Gleichzeitig wird der Turm mit großen Durchflugmöglichkeiten versehen und die errichten Ersatzquartiere weiter optimiert. Über die Durchführung erfolgt 2009 hier ein Bericht.
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